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Gewerbesteuer


Allgemeine Informationen

Was wird besteuert?
Steuergegenstand der Gewerbesteuer ist der Gewerbebetrieb, und seine objektive Ertragskraft. Es ist somit gleichgültig, wem der Betrieb gehört, wem die Erträge des Betriebes zufließen und wie die persönlichen Verhältnisse des Betriebsinhabers sind. Das ist der Unterschied zu den Personensteuern (z.B. Einkommensteuer und Körperschaftsteuer), da die Gewerbesteuer nicht die Leistungsfähigkeit einer Person berücksichtigt, sondern eine Sache besteuert, also den Gewerbebetrieb. Der Gewerbesteuer unterliegt jeder Gewerbebetrieb, soweit er im Inland betrieben wird. Unter Gewerbebetrieb ist ein gewerbliches Unternehmen im Sinne des Einkommensteuerrechts zu verstehen. Der Gewerbesteuer unterliegt nicht eine Betätigung, die die Ausübung von Land- und Forstwirtschaft oder als Ausübung eines freien Berufs oder als eine andere selbstständige Arbeit anzusehen ist. Besteuerungsgrundlage ist der Gewerbeertrag. Das ist der nach den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes oder des Körperschaftsteergesetzes zu ermittelnde Gewinn aus dem Gewerbebetrieb, vermehrt und vermindert um bestimmte Beträge, die dem Objektsteuercharakter der Gewerbesteuer Rechnung tragen und z.B. eine Doppelbelastung mit Gewerbe- und Grundsteuer vermeiden sollen. Die Gewerbesteuer wird den Realsteuer zugeordnet.

 

Wer zahlt die Steuer?
Sie mindert als Betriebsausgabe den steuerlichen Gewinn des Gewerbebetriebes und beeinflusst damit auch die Höhe der Einkommen- bzw. Körperschaftsteuer.

 

Wie hoch ist die Steuer?
Bei der Berechnung der Gewerbsteuer ist von einem Steuermessbetrag auszugehen. Dieser ist durch Anwendung eines Hundertsatzes von regelmäßig 5 Prozent (Steuermesszahl) auf den Gewerbeertrag zu ermitteln. Dabei ist für natürliche Personen und Personengesellschaften ein Freibetrag von 24.500 € zu berücksichtigen. Für Gewerbeerträge bis 72.500 € gelten ermäßigte Steuermesszahlen. Für die Festlegung der Besteuerungsgrundlagen und für die Festsetzung und Zerlegung des Steuermessbetrags sind die Finanzämter zuständig. Der Steuermessbetrag ist zu zerlegen, wenn im Erhebungszeitraum (Kalenderjahr) Betriebsstätten in mehreren Gemeinden unterhalten worden sind. Als Zerlegungsmaßstab werden grundsätzlich die Arbeitslöhne herangezogen. Die Gewerbesteuer wird von der Gemeinde aufgrund des Steuermessbetrags - im Fall der Zerlegung aufgrund des Zerlegungsanteils - mit einem Hundertsatz (Hebesatz) festgesetzt und erhoben, der von der hebeberechtigten Gemeinde zu bestimmen ist. Der Hebesatz beträgt in der Gemeinde Wangerland zur Zeit 370 %.

 

Wie lautet die Rechtsgrundlage?
Die Gewerbesteuer gehört wie die Grundsteuer zu den so genannten Real-, Objekt- oder Sachsteuern. Die Besteuerung beruht auf dem Gewerbesteuergesetz i.d.F. der Bekanntmachung vom 15. Oktober 2002 (Bundesgesetzblatt I Seite 4167), zuletzt geändert durchdas Haushaltsbegleitgesetz 2004 vom 29. Dezember 2003 (Bundesgesetzblatt I Seite 3076) mit den dazu ergangenen Änderungen und der Gewerbesteuer-Durchführungsverordnung in der Form der Bekanntmachung vom 15. Oktober 2002 (Bundesgesetzblatt I Seite 4180), zuletzt geändert durch das Kleinunternehmergesetz vom 31. Juli 2003 (Bundesgesetzblatt I Seite 1550).Zur Klärung von Zweifels- und Auslegungsfragen sind Gewerbesteuer-Richtlinien als allgemeine Verwaltungsvorschriften herausgegeben worden.

 

Wer erhebt diese Steuer?
Die Gewerbesteuer ist eine Gemeindesteuer und die wichtigste originäre Einnahmequelle der Kommunen zur Bestreitung ihrer öffentlichen Ausgaben.Der Bund und die Länder werden durch eine Umlage an der Gewerbesteuer beteiligt.

 

Nähere Auskünfte erhalten Sie im Fachdienst Finanzen.


Ansprechpartner

Abteilung II - Finanzen
Helmsteder Straße 1
26434 Hohenkirchen

Herr O. Remmers
Raum 116
Helmsteder Straße 1
26434 Hohenkirchen
Telefon 04463 989 - 124
Telefax 04463 989 - 150
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